5 Tage Detox

5 Tage Detox

In der vergangenen Woche stand für mich fünf Tage Detox am Programm. Wie ich das gemacht hab, wieso und wie es mir dabei ergangen ist, erzähl ich euch heute.

Warum Detox?

Fragt mich nicht! Was hab ich mir dabei gedacht? (Nein, so schlimm war’s eh nicht..)
Ich hab mich einfach nicht mehr ganz wohl gefühlt, wollte mich selbst herausfordern und meine Ernährung wieder etwas bewusster gestalten.

Wie?

Ich habe mich für eine fünftägige Saftkur von Kale and Me entschieden. Dabei trinkt man jeden Tag fünf verschiedene Obst- und Gemüsesäfte und am Abend eine Mandelmilch.

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Detox Dairy

Der Abend davor

Ich kaue mein letztes California Maki circa 5 Minuten und verabschiede mich innerlich von fester Nahrung bis Samstag.

Meine Motivation steigt und ich male mir aus, was ich abends alles unternehmen werde, weil ich soviel mehr Zeit habe. Kein Einkaufen fürs Abendessen, kein Kochen, kein Überlegen, was ich am nächsten Tag Mittagessen soll, kein Vorkochen oder Einkaufen dafür – einfach viel mehr Zeit. Soziale Kontakte werde ich aber doch eher streichen, es gibt echt wenige Freizeitaktivitäten, die kein Essen oder Trinken beinhalten, außer Sport vielleicht – was aber aufgrund von mangelnder Energie auch eher flach fällt.

 

Tag 1

Saft Nummer 1: Hui leiwand, schmeckt gut. Alles easy.

Saft Nummer 2: Karotten mag ich. Aber mir ist kalt. Montagsstimmung macht sich breit.

Die Säfte schmecken alle sehr gut, der Hunger hält sich auch in Grenzen. Am Nachmittag kommt das Tief. Ich bin müde, kann mich in der Arbeit nicht konzentrieren und meine Laune sinkt.

Nach der Arbeit fahre ich gleich heim. Ich freue mich schon auf die Milch. Pünktlich um 19 Uhr koste ich Saft (bzw. Milch) Nummer 6. Schmeckt himmlisch! Die Milch versüßt mir den Tag und sättigt auch endlich halbwegs. Mein Highlight der kommenden Woche. Ich gehe früh schlafen, damit der Tag vorbei ist.

 

Tag 2

Ich wache mit Kopfweh auf, sehr geil. Das Wetter ist schön und ich gehe in der Früh ein bisschen zu Fuß. Eigentlich will ich aber schnell ins Büro, wo mein erster Saft auf mich wartet. Ich hoffe, ich werde im Laufe des Vormittags fitter.

Nope, eher nicht. Das Kopfweh geht den ganzen Tag nicht weg, ich fühle mich schlapp und müde und bin dadurch mega schlecht gelaunt. Tag 2 – the worst! Ich gehe um 21 Uhr schlafen.

 

Tag 3

Ich wache nach circa 11 Stunden Schlaf schon um einiges besser gelaunt und ohne Kopfweh auf. Die Sonne scheint und ich bin motiviert.

Es geht mir den ganzen Tag über besser, ich esse aber ein paar Nüsse, einfach weil ich Hunger hab – null schlechtes Gewissen!

Am Abend bin ich noch mit einer Freundin unterwegs, der Magen knurrt, obwohl ich die Milch schon getrunken hab.

Beim Heimfahren in der Bim: Welches Oaschloch isst da hinter mir Pommes?!

Durchhalten, die Hälfte ist schon geschafft.

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Tag 4

Ich gehe in der Früh, vor der Arbeit, schon in einen Yogakurs – tut gut, und ist auch nicht so anstrengend. Danach gönn ich mir eine halbe Banane und Saft Nummer 1.

Körperlich geht’s mir am Vormittag super, aber ich bin einfach unzufrieden, ich will was Essen! Schlimm, wie sehr sich alle Gedanken darum drehen. Mein Job ist nicht gerade förderlich: Bei der Recherche für einen Artikel Speisekarten durchlesen ist kein Spaß.

Langsam schmecken die Säfte nicht mehr recht, ich will was Richtiges! Am Nachmittag bin ich unmotiviert und kann mich nicht konzentrieren. Ich fühle mich zwar gut, der Wille ist nur nicht mehr so stark und das Ende schon greifbar.

Der Abend ist ok, ich konzentriere mich auf andere Dinge, stehe vor dem Spiegel und überlege, ob meine Wangen schon weniger hamsterlike wirken oder ob das Einbildung ist.

Mein Freund isst neben mir circa ein halbes Kilo Pasta. Ich möchte ihn erwürgen (oder zumindest seinen Teller haben). Ich halte durch und esse nichts – so stolz auf mich selbst war ich schon lange nicht mehr.

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Tag 5

Es ist endlich der letzte Tag und meine Motivation ist wieder da, schließlich habe ich schon so lange durchgehalten. Ich gehe am Vormittag zu einem Yogakurs und gönne mir danach eine halbe Banane – ein Traum.

Untertags bin ich unterwegs und trinke brav meine Säfte. Ich habe zwar Hunger, bin aber abgelenkt. Am Abend ist super Wetter und ich komme langsam in den „Scheiß drauf“-Modus. In der Sonne am Donaukanal sind alle Bedenken vergessen und ich gönn mir einen Hugo – so gut! Der versprochene Glow ist wohl endlich da.

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Der Tag danach

Der Tag ist endlich gekommen! Ich bestelle mir bei Joseph Brot einen Cappuccino und bin im Himmel. Mein Omelette mit Salat schaffe ich fast nicht, weil ich schon nach der Hälfte satt bin. Das ist mir glaub ich noch nie passiert.

 

Fazit

Obwohl ich ganz schön viel gejammert habe, würde ich es wohl wieder tun. Es war zwar etwas mühsam, aber man fühlt sich schon fit. Die Waage zeigt 2 Kilo weniger, der Bauch ist flach und man weiß danach gutes Essen einfach wieder mehr zu schätzen.

Es wird einem wirklich bewusst, wie sehr sich die Gedanken ständig ums Essen drehen. Ich dachte mir vorher, es wäre eine Erleichterung, mich nicht darum kümmern zu müssen. Fakt ist aber, dass ich es sehr vermisst habe, mir zu überlegen, was ich esse und dafür einzukaufen – ich mache es einfach total gerne. Hab für die nächste Woche ein Pizza und ein Burger Date und geh vorher noch Brunchen.

Ich bin mir mittlerweile übrigens sicher, dass das Resting Bitch Face all dieser superdünnen Celebrity Frauen daran liegt, dass die einfach immer hungrig sind – I feel you Sister.



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