Baby, you should go and love yourself!

Baby, you should go and love yourself!

Ich war noch nie für längere Zeit alleine. Ich hab kein Auslandssemester gemacht, ich bin nie alleine verreist und ich habe auch noch nie alleine gewohnt. Nachdem ich bei meinen Eltern ausgezogen bin folgten 6 Jahre in verschiedenen WGs. Natürlich kann man sich aktiv dafür entscheiden alleine zu sein, indem man allein ins Museum geht, alleine nach Paris fliegt oder sich einfach in seinem Zimmer einsperrt. Das hab ich aber selten bis nie gemacht. Ich bin prinzipiell keine Einzelgängerin, ich teile schöne Momente einfach gern. Drum war es für mich eine ganz neue Erfahrung, als ich einfach mal sieben Tage alleine in Thailand war und mich auch explizit dafür entschieden habe. Ich hätte ja jederzeit das Gespräch mit anderen suchen können, wollte ich aber einfach nicht.

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Nach drei Monaten auf Reisen war mein Kopf voll mit so vielen Dingen. Ich kam zwischendurch gar nicht dazu, das alles mal zu realisieren. Meine #travellingalone-Woche startete mit einem Yoga Retreat in Koh Samui und es war einfach herrlich. Yoga ist für mich ein bisschen Wellness für Körper und Geist. Ich hab das früher immer ein bisschen langweilig gefunden und konnte es irgendwie nicht als Sport akzeptieren. (Das war als ich noch drei Mal die Woche ins Fitti rannte und Muckis hatte, jetzt sehe ich eineinhalb Stunden Yoga sowas von als Workout an!!) Es geht mir aber gar nicht nur um den positiven Effekt auf den Körper, sondern eher um das ganze Rundherum. Achtung – Mega-Yogi-Spruch: Körper, Geist und Seele kommen so in Einklang und man fühlt sich einfach wohl in seiner Haut. Gerade wenn man ständig in Bikini, Hotpants und kurzen Kleidchen herumläuft ist das echt wichtig.

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Durch die paar Tage, die ich alleine unterwegs war und das tägliche Yoga hab ich mich fast ein bisschen besser kennengelernt und bin auch drauf gekommen, dass ich es auch mit mir allein eine Zeit lang aushalte. Einen Tag hab ich abgesehen von drei Sätzen mit einer Kellnerin gar nicht gesprochen, was mir erst aufgefallen ist, als meine ersten Wörter bei einem Telefonat ganz krächzend rauskamen. Fad war mir trotzdem nicht. Ich hab mich einen ganzen Tag lang gefreut, dass ich beim Yoga einen Kopfstand geschafft habe, hab mein Buch endlich ausgelesen und Bier am Strand getrunken.

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Nach einer längeren Reise in die Realität zurückzukehren ist gar nicht so einfach und ich kann nur jedem, der die Chance dazu hat, raten, sich ein bisschen Quality Time mit sich selbst zu gönnen. Je nach dem, wo auf der Welt man sich befindet, sieht man in der Fremde oft Dinge (Armut und Folgen des Khmer Rouge Regimes in Kambodscha oder Auswirkungen des Vietnam Kriegs wären hier nur zwei Beispiele), die einem bewusst werden lassen, wie gut es einem geht, was für ein privilegiertes Leben man führt und wie lächerlich Probleme, wie zu dicke Oberschenkel, eigentlich sind.

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Außerdem kann man auch einfach so eine fesche Palazzo Hose (meine ist aus einer netten Boutique in Hoi An) anziehen, dann sieht man die gar nicht mehr. To cut a long story short: Seid eure eigene beste Freundin und seid jeden Tag dankbar für euer schönes Leben!

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