No regrets.

No regrets.

Der letzte Beitrag ist schon etwas her und dazwischen ist so viel passiert. Ein ganzes Land genau genommen. Nach Siem Reap war unsere nächste Station Don Det, eine der 4000 Islands im Mekong River im Süden von Laos. Die Insel war im Vergleich zu Koh Rong im Kambodscha viel weniger touristisch, mega entspannt und die Stimmung rund um den Mekong River ist etwas ganz Besonderes. Von dort aus ging es über Pakse und Thakhek Richtung Norden. In Zentral-Laos waren wir drei Tage lang mit dem Motorrad unterwegs (Ja – Motorrad, nicht Moped, Gangschaltung und so.) Danach war wieder etwas Stadt-Feeling in der Hauptstadt Vientiane angesagt.

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Die Fotos sind alle etwas durcheinander und von überall ein bisschen was. Das passt auch ganz gut. Bei uns geht es nämlich auch drunter und drüber, weshalb wir gerade ein paar chillige Tage in Luang Prabang verbringen. Manchmal braucht man Urlaub vom Urlaub. (Luxusproblem – I know!)

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Wir erleben jeden Tag so viel, dass uns manchmal die Ruhe fehlt, um alles richtig setzen zu lassen. Für mich ist es das Schönste nach anstrengenden und schönen Ausflügen, Besichtigungen und Reisetagen einfach einen Tag lang von einem Café zum nächsten zu spazieren, Fotos der vergangenen Wochen anzuschauen und neue zu machen, Tagebuch zu schreiben und das Leben zu genießen. Und während ich das tippe fällt mir wieder mal auf, wie gut wir es haben.

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Ich denke wir haben es mittlerweile geschafft, unsere Zen-Einstellung zu verinnerlichen. Langsam schockt uns (fast) nichts mehr. Wir haben 450 Kilometer mit dem Motorbike zurückgelegt, ohne ein einziges Viech anzufahren (Die Straßen querten Ziegen, Kühe, Schweine, Wasserbüffel, Hunde etc.), wir saßen 12 Stunden in den Bergen fest, weil unser Bus nicht mehr ganz fahrtüchtig war und hingen einige Stunden danach im selben Bus halb über den Klippen, weil wir vom Weg abkamen. (Gerade noch mal gut gegangen!!) Wir sind uns nicht sicher, ob es an den vielen Schutzengeln oder an unserem guten Karma lag, dass nichts passiert ist. Obwohl ich bezüglich meines Karmas schon Zweifel habe, denn meine heißgeliebten Birkenstock Schlapfen wurden gestohlen/verwechselt/was auch immer. (Man muss hier fast überall die Schuhe ausziehen, bevor man wo hineingeht, also eigentlich ein Wunder, dass sie erst jetzt weg sind. Das passiert wohl auch Menschen mit sehr gutem Karma.)

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Nach den Erfahrungen der letzten Tage können wir außerdem eine neue Lebensweisheit zu unserer Liste hinzufügen:

Wir leben nach dem Motto „No regrets“.

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Wie schnell alles vorbei sein kann, haben wir hautnah erlebt, als nur einige Bäume, die das Fahrzeug aufgehalten haben, der Grund dafür waren, dass wir nicht samt Bus und vielen Menschen 50 Meter in die Tiefe gestürzt sind. Ich muss aber zugeben, dass die Nahtod-Erfahrung für mich nicht so dramatisch ausfiel, da ich vor dem Aufprall geschlafen habe und zuerst dachte, wir würden eine Klopause machen als alle Leute so schnell es ging aus dem Bus sprangen.

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Wir versuchen also uns jeden Tag zu überlegen, ob wir es bereuen würden, wenn wir gewisse Dinge heute nicht tun würden. Daher verkneifen wir uns das Schoko Cornetto nach dem Abendessen sicher nicht, nehmen die Tuk Tuk Fahrt voller Schlaglöcher auf uns, um wunderschöne Landschaft zu sehen, trauen uns bei diesem verrückten Verkehr auf ein Motorrad und kaufen die überteuerte, handgemachte Hose, die eigentlich keinen Platz im Rucksack hat.

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