Sport & ich

Sport & ich

Ich möchte behaupten, dass ich immer halbwegs sportlich war. Ich bin keine Sportskanone, nicht sonderlich athletisch gebaut, bilde nicht schnell Muskeln und habe keine Ausdauer, aber ich hab mich immerhin bewegt. Dann kam, voriges Jahr, die Diplomarbeit und mein sportlicher Ehrgeiz stieg ins Unermessliche, weil ich endlich etwas gefunden hatte, das ich noch mehr hasste als Sport, aber trotzdem machen musste.

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Nachdem ich dann mega motiviert ständig laufen ging und im Fitnessstudio war und in der Uni gar nichts weiterging beschloss ich, dass ich nichts mehr zu meinem Vergnügen machen durfte, bis ich den Scheiß abgegeben hatte. Am Abend habe ich schon öfter mal gechillt, was aber statt laufen eher Gossip Girl schauen und Schokobons essen war. Auf jeden Fall waren schnell ein paar Monate ohne Sport um. Die Diplomarbeit war abgegeben und ich unheimlich erleichtert, Muskeln oder Ausdauer aber halt gar keine mehr vorhanden. Die Motivation war im Keller, weil ich einfach ein bisschen fett geworden war – hinzu kam dann noch die etwas kindische Trotzhaltung, ganz nach dem Motto „Is mir eh egal, bringt sowieso nix, ich bestell mir was zu essen!“. Ich war immer schon motivierter für Sport, wenn ich mich in meinem Körper grade wohl gefühlt hab. Wenn ich einen Tag hatte, an dem ich mich hässlich und unförmig fühlte, wollte ich mich auch nicht auf den Stepper stellen weil ich das Gefühl hatte, das bringt jetzt auch nichts mehr.

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Long story short: Es muss sich was ändern! Ich bin mit meiner Hippie Einstellung zwar schon fast so weit, dass ich jeden Rettungsring akzeptiere, aber Sport ist nun mal nicht nur für die Figur wichtig, sondern auch für die Gesundheit – damit man fit bleibt und natürlich auch damit man mehr essen kann und sich wohl fühlt. Ich habe in Asien angefangen Yoga zu machen und habe damit, glaube ich, einen guten Mittelweg für mich gefunden. Yoga ist nicht wirklich ein Sport, sondern zum großen Teil eher eine Lebenseinstellung mit der ich was anfangen kann. 90 Minuten Yogakurs ist anstrengend und man muss sich auch manchmal überwinden, um hinzugehen. Aber ich liebe das Gefühl danach. Ich habe auch schon Endorphinausschüttungen beim Laufen erlebt, aber zu diesem Punkt muss man erst mal kommen.

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Wie im letzten Beitrag beschrieben, bin ich gerade dabei meine sports-life-balance wieder zu finden und Sport in meinen Alltag zu integrieren. Dieses Wochenende war wohl wieder nicht ganz alltäglich, da ich auf einem sehr netten Family Weekend Getaway im Salzkammergut war. Auf einer Terrasse mit Panoramaausblick über Berge und den Grundlsee ist es halt auch weit leichter, sich zu Bewegung zu motivieren, als in einem stickigen Yogastudio mitten in Wien. (Die Wolkendecke, die auf den Fotos noch in den Bergen hängt, hat sich übrigens dann schnell verzogen, aber mit gefallen die Fotos, trotz etwas düsterer Stimmung, trotzdem total gut.)

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Ab und zu ein bisschen Yoga zu machen ist mir allerdings schon noch etwas zu wenig, daher versuche ich gerade wieder ein bisschen mit dem Laufen zu beginnen und bin hoch motiviert mir einen Fitnesskurs zu suchen.

Wie motiviert ihr euch zum Sporteln?

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