When in Rome – Due

Zwar bin ich schon seit einer Woche zurück aus Rom, in Gedanken aber immer noch ständig dort. Die Stadt hat es mir angetan – kein Wunder, meiner Meinung nach ist Italien das coolste Land Europas. In den 5 Tagen, die ich in Rom verbracht habe, konnte ich so viele schöne Erinnerungen sammeln, die mich sicher noch lange begleiten werden. Ist es nicht ohnehin so, dass man Erinnerungen zuerst an den Orten festmacht?

Wenn ihr an eure Jugend denkt, kommen euch da nicht auch als erstes die Plätze in den Sinn? Die Dorfdisko, der Schulhof, das Festivalgelände oder der Skatepark? Niemand vergisst, wie seine erste eigene Wohnung ausgesehen hat oder wo man beim ersten Date war (oder das erste Mal geschmust hat hehe) Das Schöne am Reisen ist, dass man sich somit immer neue Orte für Erinnerungen schafft. Wer immer nur an einem Ort bleibt, erlebt auch immer nur das gleiche.

img_5241a_bearbeitet

 The world is a book and those who do not travel read only one page.

Ich liebe es, in fremden Städten meine eigenen Plätze zu erkunden und nicht nur der asiatischen Reisebus-Gruppe hinterherzurennen, die sowieso alles nur durch die Kameralinse wahrnimmt. So auch dieses Mal. Gemeinsam mit einer echten Römerin bewegten wir uns abseits der Touristenpfade und verbrachten einen Tag in Garbatella, ein Viertel im Süden von Rom. Man fährt nur 4 Metrostationen und auf einmal befindet man sich im tiefsten Italien.

2016-10-01-13-34-32-1

Garbatella war in den 1970er Jahren ganz und gar kommunistisch. Die von faschistischer Architektur geprägten Häuser sind voller bunter Grafitti. Ich liebe Gegensätze, Stilbrüche und Widersprüche – daher war ich sofort begeistert. Hier sieht man nur wenige bis gar keine Touristen. Vor jedem Fenster hängt eine Wäscheleine mit Unterhosen und Leintüchern daran. Meistens schaut auch noch eine alte Frau raus und beobachtet das Treiben, das ist hier glaub ich Freizeitbeschäftigung Number One. Am Bauernmarkt kaufen ausschließlich Römer, die hier wohnen, ein. Es wird verhandelt und geplaudert, Englisch spricht man nicht so gern. Dafür bekommen wir Pizza um einen Euro, direkt aus der Küche einer italienischen Mamma, die uns das Essen aus dem Fenster reicht.

„Democratia Justicia Libertad“

Apropos Gegensätze: Für den Ausflug wählte ich ein schwarzes luftiges Kleid (tja, vor einer Woche war ja noch Sommer), dazu meine heiß geliebten goldenen Birkis. Seit einiger Zeit stehe ich auch irgendwie auf Creolen. Früher konnte man mich damit jagen und die riesigen Ohrringe waren für mich der Inbegriff von „Tussihaftigkeit“. Sind sie eigentlich immer noch, aber richtig kombiniert finde ich genau das eigentlich ganz geil. Aber seht selbst.

img_5287a_bearbeitet

img_5279a_bearbeitet

img_5273a_bearbeitetimg_5229_bearbeitet

img_5337a_bearbeitet

Kleid: Pull & Bear
Schuhe: Birkenstock
Uhr: Kapten & Son

Thanks to Federica Orlandi from Le Freaks for taking the photos and showing us around!

Ein Kommentar zu „When in Rome – Due

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s