Insel Life auf Koh Chang

Die zweite Station unserer Reise ist Koh Chang. Die Insel liegt vier Stunden Busfahrt plus eine Stunde Fahrt mit der Fähre südwestlich von Bangkok. Dort angekommen bezogen wir unsere spontan gebuchte Unterkunft, die sich, (für uns verwöhnte Gören nicht auf den ersten Blick, aber im Nachhinein) als sehr „luxuriös“ herausstellte. Damit ist gemeint, dass es eine Klospülung, einen Kühlschrank und Air Condition gab. In unserem Bungalow am Strand, in dem wir jetzt wohnen, wurde dies durch einen Kübel Wasser und den am lautesten surrenden Ventilator Thailands ersetzt.
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Wir sind noch nicht mal zwei Wochen unterwegs, aber ich fühle mich als wäre es nie anders gewesen. Mittlerweile haben wir uns an Kakerlaken im Bad, Skorpione auf dem Weg dorthin, Sand in jeder Tasche und grauslichen Kaffee gewöhnt. Wir ließen es uns richtig gut gehen: Massagen, Maniküre, Pediküre – das alles kostet, für unsere Verhältnisse, einfach nichts, weshalb wir beschlossen haben regelmäßige Beautydays einzuführen (Der Award für die tussigsten Backpacker goes to #anninaontour)

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Da die Inseln Thailands sehr touristisch sind (ich würde sagen Lignano auf asiatisch) machen wir hier grade so richtig Urlaub, liegen faul herum, lassen uns treiben und versuchen den Stress, die Hektik, den Druck und die Kälte der letzten Wochen und Monate hinter uns zu lassen.

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Den heutigen Tag verbrachten wir bei einem Thai Kochkurs in einer nahegelegenen Bucht (Zumindest Teil 1 von Eat Pray Love wird somit in Angriff genommen). Die Leiterin des Kurses war eine coole Thai namens Yaa, die mit uns ein klassisches Pad Thai, Spring Rolls, Papayasalat und verschiedene Currys kochte. Es war total interessant alleine die einzelnen Zutaten zu sehen, zu kosten und erklärt zu bekommen, weil die asiatische Küche natürlich komplett anders aufgebaut ist, als die europäische. Viele Gewürze, Kräuter und Früchte sind bei uns gar nicht bekannt, werden nicht verwendet oder sind auch einfach nicht so gut, wie Mangos oder Papayas.

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Was mir von dem Tag am meisten in Erinnerung bleiben wird (außer der Tatsache, dass auch asiatische Desserts geil schmecken können) ist etwas, das uns Yaa erklärt hat, als wir die Gewürze für unser Currypulver in einem Mörser zerstampfen sollten. Beim Kochen bzw. beim Zerkleinern der Zutaten kommt es vor allem auf die Geschwindigkeit und Hingabe an. Laut Yaas Großmutter muss man vollkommen bei der Sache sein, damit ein Gericht gelingt, aber auch das Leben im Allgemeinen. Im Buddhismus wird der Geist trainiert. Buddhisten sagen, dass wir unsere Energie zu 70 Prozent mit unwichtigen Dingen verschwenden, wie etwa sich ständig Sorgen zu machen, dauernd vorauszuplanen, Vergangenes bereuen oder zu viel darüber nachzudenken. Beim Kochen ist es wichtig im Jetzt zu sein, weil das Essen sonst nicht gut wird.

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Ich versuche diesen Gedanken auf die Reise bzw. auch auf das ganze Leben umzulegen. Wo wir nächste Woche, in einem Monat oder am Ende der Zeit sein werden, wissen wir noch nicht so genau – müssen wir auch nicht. Ich möchte jeden Tag für sich genießen. Und zwar genau jetzt, wo wir in unserer Strandbar sitzen, Singha Bier trinken und Würfelpoker spielen.

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