Travel Diary: ISRAEL

Herzlich willkommen zu meinem ersten Travel Diary! Zwar ist das alles total subjektiv und nur meine Erfahrung, aber ich dachte mir, um euch allen ein bisschen Lust auf Israel zu machen, erzähle ich mal, was wir in Tel Aviv und Jerusalem so getrieben haben.
Zu allererst: Oktober ist die perfekte Reisezeit für Israel. Das Wetter war wirklich traumhaft – heiß und sonnig, aber viel gemäßigter als im Hochsommer. Ich persönlich finde ja, Strand und Meer in der Herbstzeit besonders schön. Wir waren insgesamt 9 Tage unterwegs, was zwar super gepasst hat, was wir aber locker noch auf 2 Wochen ausdehnen hätten können, um dann noch ein oder zwei weitere Stationen einzubauen oder einen richtigen Roadtrip zu machen.

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Geflogen sind wir direkt mit El Al – es war mein erstes Mal mit der Fluglinie, darum kann ich nicht beurteilen, ob die sechs Stunden Verspätung beim Heimflug ein Zufall waren oder häufiger vorkommen. Seit Asien bin ich, was Unterkünfte buchen betrifft, viel entspannter und so haben wir nur die ersten paar Nächte in Tel Aviv im Vorhinein gebucht und alles andere vor Ort entschieden. Wir haben den ganzen Urlaub in drei verschiedenen Air BnB Apartments geschlafen. Um circa 50 Euro pro Nacht findet man da wirklich top Unterkünfte. Generell ist das Preisniveau ähnlich wie in Wien, Lokale sind mir aber um einiges teurer vorgekommen. Zwar bin ich eine mathematische Null und verschätze mich beim Umrechnen einer fremden Währung immer maßlos, aber 30 Schekel (das sind 7,30 Euro) für ein Bier im Lokal zahlt man eigentlich immer und wenn wir abends (nicht wahnsinnig fancy mit Hauptspeise plus Getränk) essen waren, haben wir immer mindestens 50 Euro bezahlt. Dazu kommt noch, dass man in Israel 15 Prozent Trinkgeld geben muss. Dafür wurden wir aber nie enttäuscht. Das Essen war wirklich immer sehr gut. Plan: Demnächst mal Shakshuka selbst machen.

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Tel Aviv

Unser erstes Apartment war mitten in der Altstadt, in Tel Aviv-Yafo (Jaffa), gelegen. Wir kamen dort am Freitagabend, also zu Beginn vom Sabbat an. Die Angst, dass keine Lokale geöffnet haben würden, war unbegründet. In diesem Teil der Stadt ist es zum Sabbat zwar schon eindeutig ruhiger, die meisten Shops und Lokale haben aber offen und so haben die Leute direkt unter unserem Balkon auf der Straße getanzt und bis in die Nacht Party gemacht. Das mit Tel Aviv und mir ging dann recht schnell, es war sozusagen Liebe auf den ersten Blick. In Jaffa, direkt am großen Flohmarkt, findet man unzählige Lokale und coole Shops und so haben wir mindestens drei Tage damit verbracht vom Frühstück, zum zweiten Kaffee, zum Strand, zum Nachmittagssnack und dann zum Dinner zu schlendern und in den Gastgärten zu sitzen.

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Da wir eigentlich immer nur zu Fuß unterwegs waren, war unser Radius auch nicht so groß. Ausflüge nach Florentin, einem ziemlich coolen Viertel etwas weiter nördlich, zum Rothschild Boulevard und zum Carmel Markt (da gibt’s den besten frisch gepressten Granatapfelsaft!) waren eigentlich in den ersten Tagen unsere weitesten Touren. Wie ihr seht, waren wir Sightseeing-technisch nicht übermotiviert. Das haben wir dann alles in Jerusalem erledigt.

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Unser drittes Apartment, also nach der zweiten Etappe in Jerusalem, war dann auf der Allenby Street gleich beim Carmel Markt, was auch wirklich perfekt war. In der Gegend waren wieder sehr viele Lokale und nette Straßen. Außerdem gingen wir nur circa zehn Minuten bis zum Strand und haben deshalb eineinhalb Tage nur mit Sonnen und Plantschen verbracht. Ich habe übrigens noch nie so einen schönen Stadtstrand gesehen. Der Sand war fein und weiß, das Wasser türkis, sauber und extrem warm (wenn ich das sage, heißt das was, unter 25 Grad Wassertemperatur geh ich sowieso nirgends rein) und die Israelis, die ihre Freizeit dort verbrachten, total nett und fast alle mit einem Hund im Gepäck.

Ein paar konkrete Lokaltipps

Jaffa: Shaffa Bar, Café Puaa, Farouk
Carmel Markt: Café Sheleg, Agadir Burger, Loveeat Café

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Jerusalem

Zwischen unseren beiden chilligen Aufenthalten in Tel Aviv haben wir drei Tage in Jerusalem verbracht. Es gibt viele Möglichkeiten von Tel Aviv nach Jerusalem und zurück zu fahren, wir haben uns beim Hinfahren für ein Sherut (ein Sammeltaxi, das beim Busbahnhof wegfährt, sobald es voll ist) entschieden und am Rückweg haben wir einfach den Bus genommen. Beides kostet ein paar Euro pro Person und man ist circa eine Stunde unterwegs.

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Unser Apartment in Jerusalem war in der Gegend vom Mahane Yehuda Markt (laut Wikipedia der größte Markt Israels). Auch wenn es teilweise ein bisschen stressig dort ist, liebe ich ja diese lauten, bunten, orientalischen Märkte und so haben wir am ersten Abend gleich so richtig zugeschlagen und haufenweise Gemüse, Oliven, Hummus, Pitabrot, Nüsse, Käse, Aufstriche und Co fürs Abendessen eingekauft.

Am nächsten Tag waren wir in Yad Vashem, dem Holocaust Museum. Das ist echt kein Ort, der die Stimmung hebt. Ich würde das Museum aber trotzdem empfehlen, so tragisch es auch ist. Aber mir hat es geholfen, die Juden und die israelische Kultur besser zu verstehen, außerdem habe ich viele geschichtliche Fakten erfahren, die ich noch nicht wusste.

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Die nächsten Tage haben wir hauptsächlich in der Altstadt verbracht, wo so viele religiös bedeutende Stätten an einem Ort zu finden sind. Auch wenn die gesamte Altstadt ziemlich von Touristen überflutet ist (ich bin, was Selfiestick-Reisegruppen-Touristen ohne Respekt, dafür in einheitlichen Shirts, betrifft, sehr empfindlich) ist es ein unglaublich faszinierender Ort, wo die drei großen monotheistischen Religionen zusammenkommen und (mal mehr, mal weniger friedlich) nebeneinander existieren. Was mich besonders aufgeregt hat, ist dass die süßen kleinen Gassen zu einem einzigen Markt für Ramsch und Souvenirs verschandelt wurden. Was ich aber sehr empfehlen kann, ist ein Spaziergang auf der Stadtmauer, die rund um die Altstadt führt. Tickets (ich glaube um circa 5 Euro) bekommt man bei jedem Eingangstor und von oben hat man einen tollen Blick über die Gegend, bis zum Tempelberg.

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Da wir nicht so viel Zeit hatten, haben wir in Jerusalem hauptsächlich die Touri Hotspots besucht. Ich denke aber, dass die Stadt auch sonst noch sehr viel zu bieten hat. Ein ganz besonderes Flair war am Feiertag, der Mitte der Woche war. Anders als am Sabbat war hier wirklich ALLES geschlossen. Man sah fast keine Menschen auf der Straße und es war gespenstisch ruhig. Total eigene Stimmung.

Wie ihr seht: I lost my heart to Israel.

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2 Kommentare zu „Travel Diary: ISRAEL

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